Über die Entstehungsgeschichte des Bowlings ist recht wenig bekannt. Sicher ist nur das Bowling aus dem Kegeln hervorgegangen ist und somit beide eine weitgehend parallel verlaufende Geschichte haben. In einem ägyptischen Kindergrab, das etwa 5000 Jahre vor unserer Zeitrechnung datiert, fand man kleine Kegel, Steinbälle und drei Marmorstückchen. In England und Frankreich war das Spiel seit fast 2000 Jahren unter dem Namen "Skitteles" bzw. "Quilles" bekannt. Es wurde auf verschiedenartigen Bahnen und nach unterschiedlichen Regeln gespielt.
In die USA kam dieser Sport durch Einwanderer aus England und den Niederlanden. Populär machten dieses Spiel aber die deutschen Einwanderer. Es wurde häufig um Geld gespielt, selbst dann noch, als Kegeln wegen der häufig damit verbundenen Wettbetrügereien verboten wurde. Aus diesem Verbot heraus soll dann das Bowlingspiel entstanden sein. Da das Kegeln auf der Liste der verbotenen Glücksspiele stand und das Kegeln mit 9 Kegeln genau beschrieben war, fügte einen man einen Kegel hinzu, nannte sie Pins, änderte die Aufstellung und verbreiterte die damals enge Kegelbahn auf 105 Zentimeter.
Die offizielle Geschichte des Bowlings begann 1875 in Manhattan mit dem Zusammenschluss von 27 Clubs zur "National Bowling Association" und dem Aufstellen der ersten allgemeingültigen Regeln. Im Jahre 1895 wurde die heute noch grösste Bowlingorganisation, der "American Bowling Congress" (ABC) gegründet. Heute sind in Amerika, der Wiege des "modernen" Bowlings, über 11 Millionen Bowlingsportler organisiert.
Durch die amerikanischen Soldaten kam das Bowling auch nach Europa. Die ersten kommerziellen Bowlingzentren entstanden 1962. Weltweit gibt es in über 70 Ländern über 50 Millionen Freizeitbowler, wobei die Zahl der Freitzeitbowler ständig zunimmt. Bowling liegt im Trend.